Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende
Der Internationale Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende erinnert uns daran, dass hinter jedem drogenbedingten Todesfall ein Mensch steht, mit einer eigenen Lebensgeschichte, mit Angehörigen und einem Umfeld, das einen schweren Verlust erleidet. Jeder dieser Todesfälle ist einer zu viel.
Jeder drogenbedingte Todesfall ist ein Anlass, genauer hinzusehen. Abhängigkeit ist keine Charakterschwäche, sondern eine komplexe Erkrankung, die professionelle Unterstützung, Verständnis und passende Hilfsangebote erfordert. Stigmatisierung und Ausgrenzung erschweren den Zugang zu Hilfe und können schwerwiegende Folgen haben.
Die Zahl der drogenbedingten Todesfälle zeigt deutlich: Es braucht entschlossenes politisches Handeln. Menschen mit einer Suchterkrankung benötigen einen niedrigschwelligen Zugang zu medizinischer Versorgung, psychosozialer Unterstützung und wirksamen Hilfsangeboten – unabhängig von ihrer Lebenssituation.
Drogenbedingte Todesfälle sind kein unvermeidbares Schicksal. Viele könnten durch frühzeitige Hilfen und einen besseren Zugang zum Gesundheitssystem verhindert werden. Investitionen in Prävention, Suchthilfe und Suchttherapie retten Leben.
Heute gedenken wir der Verstorbenen und stehen an der Seite ihrer Familien, Freund*innen sowie an der Seite aller, die um einen geliebten Menschen trauern. Gleichzeitig möchten wir Betroffenen Mut machen: Hilfe ist möglich und niemand muss diesen Weg allein gehen.
Zugleich appellieren wir an Politik und Gesellschaft, Verantwortung zu übernehmen und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit weniger Menschen ihr Leben durch die Folgen einer Suchterkrankung verlieren.
Der heutige Gedenktag erinnert uns daran, dass jeder Mensch ein Recht auf Würde, Gesundheit und Unterstützung hat. Gemeinsam können wir dazu beitragen, Leben zu schützen, Vorurteile abzubauen und Perspektiven zu schaffen.
In Gedenken an die Verstorbenen und deren Angehörige,
das Team der drobs Lüneburg