Gemeinsam 2018

Abgebildet sind drei Personen: Michael Elsner, Stephan Warzawa, Florian Moitje
Michael Elsner, Stephan Warzawa, Florian Moitje (v. links)

Die erste gemeinsame Mitarbeitenden-Versammlung. Zusammen sind wir ziemlich viele: Der große Saal ist rappelvoll. Die Einrichtungen des Herbergsvereins und des Diakonieverbandes stellen sich vor, kreativ und einfallsreich präsentieren sie ihre Arbeit. Und die KollegInnen plaudern, fragen nach – lernen sich kennen, anfänglich zumindest. Später bitten wir um Statements zum Zusammenschluss: Was muss noch geklärt werden? Auf welche Vorteile hoffen die Mitarbeitenden? Gibt es Sorgen? Auf einem Plakat steht: „Was wünschen Sie sich von den KollegInnen der jeweils anderen Seite“? Die Antwort ist kurz und klar: „Wieso andere Seite? – Wir stehen doch alle auf einer Seite.“ Natürlich: Über diese Aussage haben wir uns gefreut.

Mit dieser Überzeugung – wir stehen auf einer Seite – begann vor vier Jahren auch der Prozess unseres Zusammenschlusses. Uns verbinden das christliche Menschenbild und das daraus resultierende Engagement für Menschen in Not.

Ein kurzer Blick in die Geschichte des Herbergsvereins macht das deutlich: Er wurde 1869 von engagierten Christen Lüneburgs gegründet, die sich für Notleidende ihrer Stadt einsetzen wollten. Diesem Anliegen ist der Verein treu geblieben: Professionell und wertschätzend wird Wohnungslosen, seelisch Erkrankten oder Arbeitssuchenden geholfen. Das Leitbild formuliert es so: „Wir bemühen uns um vielfältige und passende Lebensräume für Menschen, denen Schutz und Chancen fehlen.“

Im Diakonieverband Nordostniedersachen waren die diakonischen Einrichtungen der Kirchenkreise Lüneburg und Uelzen organisiert: die vielen Beratungsdienste – von Sucht bis Migration, von Schulden bis Schwangerschaft – dazu Ma Donna, Stövchen, Bahnhofsmission und Tagestreff. Eine enge Verbindung zu den Kirchengemeinden der Region war konstitutiv.

Fortan sind wir gemeinsam der „Lebensraum Diakonie e.V.“. Wir sind ein freier Verein und zugleich eng mit der evangelischen Kirche verbunden. Wir helfen Menschen, weil wir überzeugt sind: Jeder Mensch hat Würde und Wert. Bei uns arbeiten kompetente und erfahrene KollegInnen, die sich künftig noch intensiver unterstützen und bereichern können. Ihnen wollen wir ein guter und verlässlicher Arbeitgeber sein. Wir mischen uns in gesellschaftliche Debatten ein und geben denen eine Stimme, die sonst oft nicht gehört werden. Nach innen und nach außen gilt: Zusammen sind wir stärker als allein.

Darum: Gut, dass wir künftig nicht nur „auf einer Seite stehen“, sondern wirklich eins sind. Auf geht’s also: In den „Lebensraum Diakonie e.V.“.

Mit herzlichen Grüßen

Michael Elsner
Vorstandsvorsitzender

Stephan Warzawa
kaufmännischer Vorstand

Florian Moitje
Diakoniepastor

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